Bühne 66 Schwyz

057
Tod eines Handlungsreisenden

(Death of a Salesman)
von Arthur Miller

Bearbeitung: Georg Suter nach der Fassung von Volker Schlöndorff und Florian Hopf
Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag

Inhaltsangabe

Über 30 Jahre reiste Willy Loman als Handelsvertreter durch die Lande – doch jetzt ist er am Ende. Er ist alt geworden, die jungen Einkäufer in den Städten kennen ihn nicht mehr. Und so fährt er die hunderten Kilometer wieder heim, ohne etwas verkauft zu haben, ohne einen Penny verdient zu haben. Und Willy ist müde geworden, das Autofahren wird mehr und mehr zur Qual, sein Chef rät ihm, sich «eine Weile auszuruhen».
Der Traum, Nummer Eins zu werden. Der Traum vom ganz grossen Glück, Erfolg und Ruhm. Der Traum von Anerkennung. Für Willy Loman ist dieser Traum nicht in Erfüllung gegangen. Ein eigenes Geschäft oder auch nur ein ruhiges Alter in bescheidenem Wohlstand sind unerreichbare Ziele geworden. In dieser tiefen Sinnkrise flüchtet Willy sich in eine irreale Welt, die er sich aus Träumen und Erinnerungen zusammenbaut.
Tod eines Handlungsreisenden ist die Geschichte eines Mannes, der sich selbst in seinen Träumen und Erwartungen verliert und der den Halt, den ihm seine Mitmenschen zu geben versuchen, nicht erkennen kann. Es ist die Geschichte von Söhnen, die an ihren eigenen und den Erwartungen ihres Vaters zerbrechen. Es ist aber auch die Geschichte einer geradezu grotesken Gesellschaft, die sich ganz dem Traum von Erfolg und Wohlstand verschrieben hat und sich dabei selbst verliert.

Autor

Arthur Miller (1915-2005) war wohl der wichtigste gesellschaftskritische Dramatiker des 20. Jahrhunderts in Amerika. Immer wieder machte er in seinen Werken den «American Way of Life» zum Thema, in dem der persönliche und berufliche Erfolg absolut im Zentrum steht. Dabei haben seine Stücke bis heute kaum etwas von ihrer Aktualität eingebüsst: Der Traum, sich ganz aus eigener Kraft an die Spitze zu kämpfen, wird auch heute geträumt – und nicht nur in Amerika.
Miller war stets ein aufmerksamer und kritischer Beobachter der amerikanischen Gesellschaft und Politik. Mit seinem Drama «Hexenjagd» kritisierte er etwa die Kommunistenjagd Joseph McCarthys und später bezog er auch öffentlich Position gegen die Politik von George W. Bush. Aufsehen erregte auch seine Ehe mit Marilyn Monroe.

Regisseur

Georg Suter ist 1979 geboren und wuchs in Arth auf. Er besuchte das Kollegi Schwyz und studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie. Er unterrichtet heute am Kollegi in Schwyz das Fach Deutsch und forscht an der Universität Bern zur Theatergeschichte der Region Schwyz. Zum Volkstheater kam Georg Suter als Schauspieler bei der Georgsbühne Arth, wo er ab 2004 auch als Regisseur wirkte. Mehrfach stand er bei der Bühne 66 sowie verschiedenen weiteren Theaterprojekten auf der Bühne. Seine jüngsten Inszenierungen erarbeitete er im Steiner Theater, am Kollegi Schwyz sowie bei der Bühne 66, wo er vor zwei Jahren die Komödie «Der Vorname» inszenierte.


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